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Tech Gate Vienna ist Teil der Donau-City, Wiens neuem
Zentrum des 21. Jahrhunderts.
Umgeben vom Vienna International Centre, von Universitätsfakultäten,
hochwertigen Bürokomplexen, Wohngebäuden
und Freizeiteinrichtungen ist Tech Gate Vienna eingebunden
in eine ausgewogene urbane Struktur.
Unmittelbar durch Autobahn und U-Bahn erschlossen,
ist die Donau-City nur acht Minuten vom historischen
Stadtzentrum entfernt.

Tech Gate Vienna sieht eine Durchmischung verschiedener
Mieter-gruppen vor, durch die ein durchgängiger
Wissensfluss und eine intensive Technologieentwicklung
erleichtert werden sollen. Durch eine Konzentration
auf eigene Themenbereiche soll die Effektivität
von Tech Gate Vienna gesichert und der Aufbau eines
thematischen Netzwerkes erleichtert werden.
Architektur
Das moderne Gebäude in repräsentativer Architektur
unterstreicht den Anspruch von Tech Gate Vienna als
erste Adresse für Technologie in Österreich.
Das von den Architekten Holzbauer und Frank geplante
Gebäude umfasst zwei Ausbaustufen. Die erste
Ausbaustufe wird in Form eines großen Tors (Gate)
die diagonale Zentralachse der Donau-City über-spannen,
das Tor (Gate) zur Technologie. Die Errichtung eines
direkt angrenzenden, dreikantigen Turms ist für
die zweite Ausbaustufe vorgesehen: Büro-, Labor-
und Werkstattflächen mit hochwertiger Technik,
Infrastruktur und Verkabelung, Konferenz- und Seminarräume
mit modernsten Präsentationsmöglichkeiten,
Zentraler Empfang und Tiefgarage.
Heizung
Die Wärmeversorgung des Tech Gate Vienna erfolgt
mittels Fernwärme aus dem Fernwärmenetz
der Fernwärme Wien. Der gesamte Gebäude-komplex
wird über eine Heizzentrale beheizt. Die dafür
erforderliche Fernwärme-Umformerstation ist in
der Technikzentrale im Unter-geschoss im Gate untergebracht.
Für die Abdeckung der Gesamtwärmeleistung
von 3,6 MW sind zwei Primärumformer vorgesehen.
Die Wärmeabgabe in den Räumen erfolgt über
4-Leiter-Gebläsekonvektoren (Fan Coils), Radiatoren
bzw. Fußbodenheizungen. Um eine flexible bzw.
variable Raumteilung zu ermöglichen, wird je
Fensterachse ein Gerät angeordnet.
Kälte
Die Kälteversorgung der raumlufttechnischen Anlagen
bzw. kälte-technischen Einrichtungen zur Konditionierung
des Raumluftzustandes in den Büros und Sonderräumen
erfolgt jeweils über eine zentrale Kälte-anlage
im Gate und im Turm. Vorgesehen sind luftgekühlte
Kälte-maschinen mit Kolbenkompressoren, die in
den bauteilbezogenen Technikzentralen im Dachgeschoss
situiert sind.
Die Gesamtkälteleistung für das Gate beträgt
1.750 kW und für den Turm 1.000 kW. Zur Abdeckung
der Winterkälte ist ein Glykol-Rückkühler
für Free-Cooling-Betrieb geplant.
Zusätzlich zur Raumerwärmung über die
Lüftungsanlagen erfolgt die zur Nachkonditionierung
der Büro- und Sonderräume mittels 4-Leiter-Gebläsekovektoren
(Fan Coils) bzw. Kühlregister eingebaut.
Lüftung und Klima
Folgende raumlufttechnischen Anlagensysteme sind vorgesehen:
Be- und Entlüftung
Sämtliche Räume, wie Lager, Gänge,
etc. die nach den einschlägigen Richtlinien und
Vorschriften oder aus der Notwendigkeit der Nutzung
heraus lufttechnisch behandelt werden müssen,
werden be- und entlüftet.
Die Ausstattung der Be- und Entlüftungsanlagen
umfasst Einrichtungen für Luftfilterung, Wärmerückgewinnung
und Lufterwärmung.
Teilklimatisierung
Räume mit Anforderungen an geregelte Raumtemperatur
im Sommer und Winter, wie Geschäfte und Eingangshalle,
werden teilklimatisiert.
Die Ausstattung der Teilklimaanlagen umfasst Einrichtungen
für Luft-filterung, Wärmerückgewinnung,
Lufterwärmung und Luftkühlung.
Klimatisierung
Klimatisiert, d.h. erwärmt, gekühlt, be-
oder entfeuchtet werden alle Räume wie Büros,
Veranstaltungs-, Seminar-, Labor- und Konferenz-räume.
Die Betriebsweise ist hierfür durch definierte
Grenzwerte für die zulässige Wärme-
und Feuchteentwicklung im Raum gekennzeichnet.
Die Ausstattung der Klimaanlagen umfasst Einrichtungen
für Luftfilterung, Wärmerückgewinnung,
Luftvorwärmung, Luftkühlung, Luftbefeuchtung,
Luftentfeuchtung und Luftnachheizung.
Brandrauchabsauganlage
In den Garagen ist neben der Betriebsentlüftung
eine mechanische Brandrauchabsauganlage mit einem
12-fachen Luftwechsel vorgesehen. Die zugehörigen
Garagenschleusen werden mit einer mechanischen Be-
und Entlüftungsanlage mit einem mindestens 20-fachen
Luftwechsel ausgestattet.
Druckbelüftung
Das innenliegende Stiegenhaus im Turm wird mit einer
Druckbelüftung gemäß Hochhausrichtlinien
ausgestattet.
Wasserversorgung
Die Trinkwasserversorgung für das Tech Gate Vienna
erfolgt von der Hauptwasserleitung des Stadtwassernetzes
der Gemeinde Wien. Über einen Hauptverteiler
werden die Verbraucher im Gate versorgt. Für
die Verbraucher im Turm ist ein eigener Verteiler
im Untergeschoss des Turms vorgesehen.
Es sind Nasssteigleitungen als Feuerlöscheinrichtungen
geplant. Die Versorgung erfolgt ebenfalls aus dem
öffentlichen Trinkwassernetz. Bei jedem Hydrantenkasten
sind in einem zusätzlichen Fach Handfeuer-löscher
vorgesehen.
Elektro
Energieversorgung
Die Energieversorgung erfolgt aus dem Netz der Wiener
Stadtwerke - Wienstrom. Über zwei Transformatorenstationen
wird die Spannung von 10 kV auf 0,4 kV umgespannt.
Die Transformatorenstationen sind im Gate Ebene -3
und im Gate/Turmbereich in Ebene -4 untergebracht.
Die installierte Trafoleistung beträgt 2,7 MVA.
Die Gebäudehauptverteilungen sind nach den Bauteilen
Gate und Gate/Turm gegliedert, um eine hohe Versorgungssicherheit
zu gewährleisten.
Sie bestehen aus mehrfeldrigen Schaltfeldern, die
mit Geräten in Einschubtechnik und Festeinbau
bestückt sind.
Netzersatzversorgung
Die sicherheitsrelevanten Anlagen im Turm sind an
eine 500 kVA Netzersatzanlage angeschlossen. Sämtliche
Fluchtwege sind mit einer ständig überwachten
Fluchtwegeorientierungsbeleuchtung in Dauerlicht-
und Bereitschaftslichtbetrieb ausgestattet. Es sind
Zentralbatterie-anlagen verteilt auf die Lastschwerpunkte
vorgesehen.
Sämtliche Prozess- und Steuervorgänge sowie
Meldungen und Stör-anzeigen der Anlagenzustände
werden über eine zentrale Datenring-leitung erfasst
und an die Leitstelle weitergeleitet.
Energieverteilung
Die horizontale Energieverteilung der Steigleitungen
erfolgt in den Unter-geschossen. Hinsichtlich der
brandschutztechnischen Anforderungen werden die Kabel
und Leitungen mit Funktionserhalt nach DIN 4012 ausgeführt.
Die senkrechte Energieverteilung erfolgt mittels Stromschienen-systemen.
Die Lage der Geschossverteilerräume wurde so
gewählt, dass vertikale Verschienungen und durchgehende
Leitungswege über Kabelleitern erfolgen können.
Die Stromversorgung in den Bürobereichen erfolgt
ausgehend vom Geschossverteilerraum über Fußbodenkanalsysteme,
Doppelboden im Gangbereich und einen Hohlraumboden
im Bürobereich mit fußboden-bündigen
Bodenauslässen am Arbeitsplatz.
Lichttechnik
Die Beleuchtungsanlagen wurden so geplant, dass sie
über die Erfüllung der entsprechenden Vorschriften
und Richtlinien hinaus noch weitere Kriterien wie
Flexibilität, Wirtschaftlichkeit und insbesondere
architektonische und individuelle Anforderungen des
Bauherrn und des Architektenteams erfüllen.
In den Bürobereichen sind energiesparende T5-Lichtsysteme
mit integrierten Zu- und Abluftführungen geplant.
In den Bürozonen kann die Beleuchtung über
ein LON-Netzwerk individuell angesteuert werden.
Im Bereich der Eingangshalle sind Spiegelwerfersysteme
für eine kreative Lichtarchitektur konzipiert.
Dimmbare Beleuchtungen sind im Veranstaltungsbereich
vorgesehen.
Brandmeldeanlage
Errichtet wird eine Brandmeldeanlage in Vollschutz
gemäß TRVB-S 123, wobei über das TUS
eine automatische Alarmierung erfolgt. Die Anlage
erhält Einzelmeldererkennung und Einzelmelderabschaltung
und ist modular aufgebaut.
Die wesentlichen Merkmale sind prozessorgesteuerte
und überwachte redundante Systemtechnik in frei
programmierbarer bidirektionaler Ring-Bus-Struktur.
Über eine Datenschnittstelle ist die Brandmeldeanlage
mit dem über-geordneten Sicherheitsmanagementsystem
verbunden. Über die Brandfallsteuerung werden
Türen, Brandschutzklappen, Be- und Entlüftungsanlagen
sowie Rauchabzugsanlagen angesteuert.
Sicherheitsanlage
Die Sicherheitsanlage umfasst das Sicherheitsmanagementsystem
(SMS), das Alarmsystem, die Zutrittskontrolle, die
Videoüberwachung, die Schrankenanlage und die
CO-Warnanlage, sowie verschiedene Softwareschnittstellen
zu anderen Anlagebereichen.
Jede der vorgenannten Anlagen wird als eigenständiges
System errichtet und ist im Rahmen des SMS verbunden.
Das SMS ist übergeordnet.
Die Zutrittskontrolle umfasst die Überwachung
von Toren und Zufahrten. Das Gebäude wird mit
einer Videoanlage überwacht. Die Darstellung
erfolgt in quadrantenweiser Abfolge und in einer Langzeitspeicherung.
Die Garageneinfahrten werden mit Schranken ausgerüstet
und erhalten darüber hinaus Sprechverbindungen.
Schnittstellen mit Gebäude-leittechnik und der
Liftsteuerung ermöglichen die Übertragung
von Meldungen und Alarmen an die SMS.
Kommunikation
Geplant ist ein modular aufgebautes zentrales Kommunikationssystem.
Dieses System ermöglicht die Aufteilung der Anlage
in virtuelle Einzel-zentralen und die Anbindung an
bis zu 99 Provider.
Darüber hinaus ermöglicht das System die
Anschaltung von analogen und digitalen Sprachendgeräten
und Übertragungsmedien. Die Anlage ist voll ISDN-tauglich
und wird über mehrere Multianschlüsse mit
dem Netz verbunden.
Als besonderes Leistungsmerkmal erfolgt die Verbindung
der dezentralen Module über ein Glasfaserbackbone.
Mittels ATM-Karten, die im jeweiligen Modul situiert
werden, sowie einen Router-Einschub im Basismodul
werden auf einfache Weise Datenverbindungen über
das WAN auf Basis Fast Ethernet / ATM hergestellt.
Die Anschaltung von Sprachendgeräten und Datengeräten
erfolgt über die strukturierte Cat 5+ Verkabelung.
LAN-Verkabelung
Strukturierte LAN-Verkabelung mit 2 LAN-Doppeldosen
sowie 4 voll-beschalteten Dosen je Arbeitsplatz. Die
Kabel werden zu 2 LAN-Räumen geführt und
auf entsprechenden passiven Patch-Feldern aufgelegt.
Jedem möglichen Benutzer wird darüber hinaus
ein Leerfeld zur Aufnahme von Aktivkomponenten zur
Verfügung gestellt. Somit ist unter Kombination
mit dem Kommunikationsrechnersystem und Einbau von
aktiven Komponenten die nutzerweise Errichtung seines
Rechen-systems möglich und durch die Verwendung
entsprechender ATM und ATM-Router-Karten die Anbindung
an entfernte Rechensysteme gewährleistet.
Gebäudeautomation (GLT)
Zur rationellen Energienutzung und Betriebskostenoptimierung
ist der Einsatz eines modernen, digitalen Automationssystems
vorgesehen.
Über das Automationssystem werden die haus- und
betriebs-technischen Anlagen von zentraler Stelle
aus überwacht, gesteuert, geregelt und optimiert.
Beim Tech Gate Vienna wird für die technische
Gebäudeausrüstung ein digitales Automationssystem
(GLT-System) mit Datenbus, bestehend aus Leitrechner,
Bedienstationen, Automati-sierungsgeräten, HLS-Schaltschränken,
Peripherie und Software realisiert.
In das Automationssystem ist ein Einzelraumregelsystem
zur individuellen Raumkonditionierung und Lichtschaltung
integriert.
Aufzüge
Das Gate wird von 2 Panorama-Aufzug-2er-Gruppen und
2 Seil-Lasten-Personen-Aufzügen erschlossen.
Der Turm von einer Seil-Personen-Aufzug-4er-Gruppe
und einem Seil-Lasten-Personen-Aufzug. Der Seil-Lasten-Personen-Aufzug
ist gleichzeitig der Sicherheits-Feuerwehr-Aufzug.
Das Projekt
Bauherr
Tech Gate Vienna Wissenschafts- und Technologiepark
GmbH
Planung:
Atelier Prof. Wilhelm Holzbauer und Arch. Frank &
Partner, ZT-GmbH
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